Samstag, 13. September 2014

Human relationships are a chemical reaction. If you have a reaction - then you can never turn back to your previous state of being.



Hier sitze ich nun in meinem 8m² Zimmer und überlege, was es zu erzählen gibt. An sich nicht viel neues, ich bin gut in der Stadt der Lichter angekommen, ich komme super mit den Kindern klar und merke, wie die Sprache von Tag zu Tag besser wird.
Es fühlt sich an, als würde ich schon ewig hier wohnen. Ich kann meine Metrolinie im Schlaf aufsagen und fühle mich ausgesprochen wohl! Besser gesagt - in den letzten Jahren ging es mir noch nie so lange so gut.

Mittwoch war ich mit einem Pariser zum "dîner" verabredet. Wir haben an der Seine Rotwein getrunken, waren Tapas essen und anschließend hat er mir Paris bei Nacht gezeigt. Es ist schön, wenn man solche Leute findet. Genauso die anderen Au-Pair, die ich kennengelernt habe. Es verschlägt so viele verschiedene Menschen nach Paris, dass man für jedes Thema, einen Gesprächspartner findet. Auch wenn Unterhaltungen in zwei Sprachen für mich ungewohnt sind und ich mein deutsches Vokabular vermisse. Mir fehlen meine Ausdrucksmöglichkeiten am meisten! Wenn ich auf französisch ein Synonym für ein Wort kenne, hat das schon Ähnlichkeit mit Hagel im Sommer. Also lese ich fleißig französische Bücher oder Plakate oder die Fernsehzeitung und hoffe, dass ich all diese Wörter auch wiedererkennen und im besten Fall verwenden kann.
Am meisten freue ich mich auf das Ende des Monats – denn die ersten Wochen heißt es ordentlich  und gewissenhaft haushalten. Es ist ungewohnt plötzlich selber Essen zu kaufen - auch wenn ich unter der Woche nur hier frühstücke. Am Wochenende arbeite ich nicht – und muss somit irgendwas „vernünftiges“ essen. Nutellabrot zählt ja bekanntlich nicht als Grundnahrungsmittel…


Alles in allem geht es mir mehr als gut,
ich glaube, dass es das beste Jahr meines Lebens werden kann. Mir fällt zumindest nichts ein, was es verhindern könnte.



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Dienstag, 2. September 2014

One year in Paris?

Guten Abend!
Ich bin gut in Paris angekommen und habe mehr als genug zu tun. Vorallem die Sprache ist aktuell die größte Hürde - doch auch Metropläne, Busse, mein „Studio“ und mein allgemeiner Orientierungssinn (rote Paprika im dunkeln!) machen den Anfang nicht leichter. Aktuell bin ich alleine in Paris und wohne in einem der klassischen „Au-Pair-Zimmer“. Das bedeutet: sechster Stock. Täglich 122Stufen zum Bett plus nochmal 20Stufen zu Dusche und Küche. Dazu kommen gefühlte 100Stufen in der Metro – ein Fitnessstudio brauche ich bestimmt nicht mehr.
Dank meiner Familie, vorallem meinem persönlichen Dolmetscher (= große Schwester) habe ich auch die Internetfrage lösen können und werde mich nun gelegentlich hier melden - mit vielen kitschigen Eiffelturmphotos!
Das wichtigste zu Schluss: Ich habe eine superliebe Gastfamilie. Die drei Kinder sind geduldig und hilfsbereit und meine Gastmutter interessiert sich für mich – was bei vielen anderen Au-Pairs leider anders ist. Ich bin mir also sicher, dass es ein schönes Jahr wird.

Und nun wünsche ich euch eine gute Nacht aus der Stadt die nie schläft.


Luisa


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